Fenton-Oxidation

Mit Wasser liefert Fenton-Oxidationssysteme zur weitergehenden Behandlung von Industrieabwasser mit refraktären organischen Verbindungen, die gegen konventionelle biologische Behandlung resistent sind. Der Fenton-Prozess erzeugt hochreaktive Hydroxylradikale, die ein breites Spektrum organischer Schadstoffe oxidieren.

Funktionsprinzip

Bei der Fenton-Reaktion werden Wasserstoffperoxid (H2O2) als Oxidationsmittel und Eiseneisen (Fe2+) als Katalysator unter sauren Bedingungen (pH 2,5 bis 4,0) verwendet. Eisen (II) katalysiert die Zersetzung von Wasserstoffperoxid unter Bildung von Hydroxylradikalen, bei denen es sich um starke, nicht selektive oxidierende Spezies handelt. Die Nachbehandlung umfasst pH-Neutralisierung und Koagulation, um Eisenhydroxidschlamm auszufällen.

Systemkonfiguration

Ein komplettes Fenton-System umfasst pH-Einstelltanks, FeSO4-Dosierstation, H2O2-Dosierstation, Reaktionstanks mit Mischern, Neutralisations- und Koagulationstanks, einen Klärer oder DAF zur Schlammtrennung und ein SPS-Bedienfeld. Alle medienberührten Komponenten bestehen aus säurebeständigen Materialien wie PP, HDPE oder gummiertem Kohlenstoffstahl.

Die Fenton-Oxidation wird bei Abwässern mit persistenten organischen Schadstoffen eingesetzt:

  • Chemisches und petrochemisches Abwasser mit feuerfestem CSB
  • Abwasser aus der Pharma- und Pestizidproduktion
  • Entfernung der Farbe aus dem Abwasser der Textilfärberei
  • Behandlung von Deponiesickerwasser
  • Bleichabwasser von Zellstoff- und Papierfabriken
  • Vorbehandlung vor biologischen Prozessen zur Verbesserung der biologischen Abbaubarkeit

Technische Parameter

COD Removal60% to 90%
Operating pH2,5 bis 4,0 (Reaktion); 7,0 bis 8,5 (Neutralisation)
H2O2 Dosage0,5 bis 5,0 kg H2O2 pro kg entfernter CSB
Fe2+:H2O2 RatioTypischerweise 1:2 bis 1:10 (nach Gewicht)
Reaction Time30 to 120 minutes
Tank MaterialPP, HDPE oder gummierter Kohlenstoffstahl
SteuerungssystemSPS mit pH/ORP-basierter Dosiersteuerung